Thomann-Stahl überreicht Förderbescheid in Herford

Frau Marianne Thomann-Stahl, Regierungspräsidentin, und Dezernatsleiter Josef Wegener von der Bezirksregierung Detmold überreichten den Förderbescheid des RegioCall NRW für den BildungsCampus an Bürgermeister Tim Kähler im einstigen Kongresszentrum der Streitkräfte.

v.l.: Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Bürgermeister Tim Kähler und Geschäftsführer der SEH Norbert Landshut
Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Bürgermeister Tim Kähler, Quartiersentwickler Norbert Landshut und Josef Wegener (Wirtschaftsreferent bei der Bezirksregierung) mit dem Bewilligungsbescheid. | © Peter Steinert

Am 4. September geht es los: Dann wird die Fachhochschule für Finanzen des Landes (FHF) auf dem Bildungscampus einziehen. Ihre Lehrenden und Lernenden sind die ersten, die die ehemalige britische Kaserne auf dem Stiftberg als Bildungsstätte nutzen werden.

„Die FHF ist nicht der Bildungscampus", erläutert Quartiersentwickler Norbert Landshut. Er erinnerte daran, dass das gesamte Areal der bisherigen Wentworth-Kaserne 10.000 Quadratmeter groß sei, „ein Fünftel davon belegt die Fachhochschule." Für die Entwickung der weiteren Nutzung des Areals steht ein Zielfindungsprozess, der mit 144.000 Euro unterstützt wird.

Schon bald sollen 1.000 Studierende und 1.000 Beschäftigte aus unterschiedlichen Hochschulen auf dem BildungsCampus ihren Sitz finden. „Dazu müssen wir den Campus etablieren, deswegen brauchen wir eine wirtschaftliche Machbarkeitsstudie. Gleichzeitig muss ein Netzwerk für eine passenden Infrastruktur aufgebaut werden", fordert Landshut. „Der Bildungscampus muss beim öffentlichen Personen-Nahverkehr eingebunden und eine Verbindung zum Bahnhof geschaffen werden", so Landshut.

Für die weitere Nutzung gibt es bereits konkrete Überlegungen. Der Quartiersentwickler nennt den Gesundheits- und Pflegebereich, der auf dem Stiftberg Fuß fassen könnte, führt aber auch die Internetwelt von morgen mit dem Begriff „Industrie 4.0" an. Das gelinge allerdings nur in Kooperation mit Fachhochschulen und Universitäten. Norbert Landshut: „Dafür soll das Förderpogramm dienen." Das EFRE-Förderprojekt BildungsCamusd Herford ist eingebunden in das Integrierte Handlungskonzept OWL 4.0, das mit insgesamt 10 Projekten die digitale Transformation und Nutzung der Chancen in der Region OstWestfalenLippe dynamisiern will.

Dieser Findungsprozess beschränkt sich deshalb nicht allein auf die Hansestadt.  „Das ist regional von Bedeutung. Für Herford wäre das zu groß", pflichtete Bürgermeister Tim Kähler bei. Diesen Gedanken griff Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl auf: „Es geht darum, eine Perspektive zu eröffnen. Das bezieht sich nicht nur auf den Kreis Herford, sondern reicht beim Beispiel der medizinischen Fakultät bis in den Kreis Minden-Lübbecke."

Durch die Bündelung der Kräfte in der Region sei es erstmals gelungen, Fördergelder für die Umwandlung der britischen Liegenschaften aus Brüssel zu erhalten. Thomann-Stahl: „Wir hoffen, dass das ein Signal ist." Tim Kähler teilte diese Hoffnung: „Wenn man erst einmal in Brüssel gelistet ist, dann ergeben sich auch noch andere Chancen."

Derzeit ist das Areal aber der Handwerkern überlassen. Sie treiben den modernen Ausbau der vorhanden Gebäude voran: „Am 4. September geht’s hier los. Und für November sind im Kongresszentrum bereits drei Veranstaltungen gebucht."


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Ansprechpartner
Norbert Landshut
SEH Herford, Projektleiter BildungsCampus Herford
T 05221 189-292