Smart Country Side auf dem 11. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung in Berlin

Leben auf dem Land. In der Welt zuhause. Das Dorf von morgen: Herausforderungen und Perspektiven im digitalen Zeitalter.

(v. l.) Heinz Frey (Geschäftsführer Dorfzentrum e.V.), Prof. Dr. Claudia Neu (Universität Göttingen), Florian Kreker (Projektmanager Projektwerkstatt Gesundheit 4.0), Heidrun Wuttke (Projektmanagerin SCS), Prof. Dr. Stephan Humer (Fachschule Fresenius Berlin), Dr. Klaus Schafmeister (Projektleiter SCS)

Auf dem bundesweiten Treffen aller wichtigen Akteure aus dem Bereich der Dorf- und Regionalentwicklung, diskutierte das Projektteam Smart Country Side (SCS) und die Projektwerkstatt 4.0 unter der Moderation und Leitung von Dr. Klaus Schafmeister mit rund 200 Fachteilnehmern über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im ländlichen Raum. Als vorbildliches Best-Practise-Beispiel präsentierten Heidrun Wuttke und Ann-Kathrin Habighorst die bisherigen Ergebnisse des SCS-Projektes, mit dem Dörfer aus den beiden Kreisen Lippe und Höxter fit werden für die vernetzte Zukunft. Der Clou dabei: Bürger aus rund 20 Dörfer erhalten die Chancen, digitale Anwendungen bedarfsgerecht zu entwickeln und erproben sowie ihre digitale Kompetenz zu stärken.

Zuvor wurde das Thema Digitalisierung im ländlichen Raum aus kultursoziologischer Sicht betrachtet. Gemeinsam mit den Teilnehmern, die sich rege an der Diskussion beteiligten, wurde am Ende deutlich, dass der Ländliche Raum mit seinen Spezifika Impulsgeber und Vorbild für eine neue nachhaltige digitale Kultur sein kann. Prof. Dr. Stephan Humer, renommierter Internet-Soziologe und Key-Note-Speaker wies in seinem Vortrag darauf hin, dass gerade dem ländlichen Raum -im Gegensatz zu Metropolen nach allen Untersuchungen, im Bereich der sozialen Innovationen eine erfolgsversprechende Entwicklung zukommt. Denn die Digitalisierung kann nur als Mittel zum Zweck verstanden werden, die dazu beiträgt, Mobilität, Ehrenamt, Teilhabe und das Miteinander zu stärken. Die direkte nachbarschaftliche Kommunikation, das füreinander Dasein und Sorgen sowie das Miteinander von Jung und Alt sind wichtige Faktoren, die das Dorf im Kern zusammenhalten. So sind soziale Räume, d. h. Treffpunkte in den Orten besonders wichtig. Auf diese Notwenigkeit wies auch die stellvertr. Vorsitzende des Sachverständigenrates für die ländliche Entwicklung, Frau Prof.Dr. Claudia Neu hin.

Während des anschließenden Empfangs des Bundesministeriums für ländliche Entwicklung auf der Grünen Woche wurde intensiv weiter diskutiert und zahlreiche Kontakte geknüpft. Das große Interesse an dem Leuchtturmprojekt Smart Country Side lassen die beiden Kreise Lippe und Höxter bundesweit als eine Referenzregion für die Digitalisierung des Ländlichen Raums erscheinen. MdB Christian Haase, der ein kurzes Statement  für die Potenziale des Ländlichen Raums in OWL abgab, ergänzte die Veranstaltung mit seinem zutreffenden Hinweis, dass ländliche Räume schnelles Breitband benötigen, damit eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland möglich sei.

Ansprechpartner
Dr. Klaus Schafmeister
Kreis Lippe, Projektleiter Smart Country Side
T 05231 62-1049