Münsteraner Studierende unterwegs auf der Schaufenster Route OWL 4.0

Von der Theorie in die Praxis: Studierende der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster erleben an zwei Stationen der Schaufenster Route OWL 4.0 Beispiele für Digitalisierung im ländlichen Raum

Im Rahmen des Angewandten Forschungsprojektes ‚Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum‘, besuchen 13 Studierende des Masterstudiengangs Humangeographie der West-fälischen Wilhelms-Universität Münster zwei Schaufenster-Standorte. Anhand konkreter Beispiele wollen sie erfahren, wie der Digitalisierung als Herausforderung im ländlichen Raum begegnet wer-den kann. „So direkt kommt man im Unialltag selten mit Akteuren aus der Praxis zusammen“, freut sich Student Fabian Lüthe auf den Ausflug aus dem Münsteraner Hörsaal in den Raum OstWestfalenLippes.

Am Schaufenster-Standort im Innovationszentrum für Elektromobilität und Erneuerbare Energien im ländlichen Raum erfahren die Studierenden von den Referenten Tobias Priß und Emna Moum-eni (beides Kreis Lippe), wie Klimaschutz 4.0 in der ländlichen Region aussehen kann: die Installati-on großflächiger Photovoltaikanlagen (eine Solarstromanlage, in der mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt werden kann) auf stillgelegten Mülldeponien gehören ebenso zu den umgesetzten Projekten, wie die geplante Einführung eines Mehrweg-Kaffeebechers und die Inbetriebnahme einer komplett elektrisch betriebenen Regionalbuslinie. „Der Einsatz innovativer Kommunikationsformen, die durch die Digitalisierung möglichen Maßnah-men im Bereich Elektromobilität und die Erzeugung regenerativer Energien können zu einer nach-haltigen Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Lipperlandes beitragen“, so Dr. Klaus Schafmeister, Leiter des Zukunftsbüros des Kreises Lippe.

Im Schaufenster der SmartFactory OWL in Lemgo bekommen die Studierenden im Anschluss die Möglichkeit, innovative Lösungen und Prozesse aus dem Bereich Industrie 4.0 in der realen Produk-tionsumgebung kennenzulernen. Neben typischen Technologien wie dem 3D-Druck stoßen hier vor allem die neuartigen Arbeitsplätze der Zukunft auf großes Interesse. „Die intelligenten Monta-gearbeitsplätze, bei denen Monteuren Hinweise zu den einzelnen Arbeitsschritten in das Sichtfeld eingeblendet werden, haben mich besonders fasziniert“, erzählt Linn Westermann von der WWU Münster.

Der Nachmittag in der SmartFactory OWL endet mit einer Diskussionsrunde, an der neben den Stu-dierenden auch zahlreiche Vertreter regionaler Wirtschaftsunternehmen teilnehmen. Trotz unter-schiedlicher Sichtweisen kristallisiert sich schnell heraus, dass bei allen digitalen Entwicklungen die Frage nach dem Einfluss auf den Mitarbeiter immer im Mittelpunkt stehen sollte: Werden Arbeits-plätze durch Roboter ersetzt? Haben Menschen zukünftig mehr oder weniger Freizeit? Geht durch die zunehmende Digitalisierung wertvolles Know-How verloren? Auch wenn die Diskussion keine abschließenden Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen ergibt, können alle Beteiligten viele neue Denkanstöße aus diesen Gesprächen mitnehmen.


Sie möchten ebenfalls mit Ihren Studierenden einen Einblick in die Welt von OWL 4.0 bekommen? Dann wenden Sie sich an besucherführungen@owl-morgen.de.

Ansprechpartner
Marcella Ranft
Projektmanagerin
T 0521 96733-285