Erste Besucherführung der Schaufenster Route OWL 4.0 führt nach Detmold

Vom Innovationszentrum Dörentrup über Phoenix Contact zu Weidmüller. Die erste Besucherführung gewährt Einblicke in innovative Mobilitätskonzepte, intelligente Kommunikation zwischen Produkt, Mensch und Maschine in einer flexiblen Produktionsanlage und Energie-Monitoring zur Verbesserung der Energie- und Anlagen-Effizienz.

Phoenix Contact | Anja Moldehn gewährt Einblicke in die Produktion am Standort Bad Pyrmont
Phoenix Contact | Handarbeitsplatz
Innovationszentrum Dörentrup | Dr. Klaus Schafmeister erläutert Mobilitätskonzepte
Innovationszentrum Dörentrup |E-Mobilitätskonzepte für den ländlichen Raum
Innovationszentrum Dörentrup |E-Mobilitätskonzepte für den ländlichen Raum
Weidmüller | Carsten Nagel gibt Einblicke in das Energiemonitoring

Vom Ausgangspunkt bei Weidmüller ging es um 8:15 Uhr mit dem Bus zur ersten Station, dem Innovationszentrum Dörentrup: Dort empfing Dr. Klaus Schafmeister und sein Team die 18-köpfige Besuchergruppe. Mit einem engagierten und lebendigen Vortrag skizzierte er die Herausforderung des Einsatz von Elektromobilität im Ländlichen Raum: Überbrückung größerer Distanzen und die oft fehlende Infrastruktur.

Als Lösung für diese Herausforderung schufen der Kreis Lippe, Unternehmen und Hochschulen mit EMILippe die notwendigen Voraussetzungen selbst: durch eine Fahrzeugflotte mitelektrischem Antrieb, ein wirtschaftliches Tankstellensystem und ein übergreifendes Car-Sharing-System. Die Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen können die Fahrzeuge standortübergreifend nutzen – sowohl gewerblich als auch privat. Die Energie wird dafür aus eigenen, erneuerbaren Energiequellen gewonnen und die CO2-Emissionen werden deutlich reduziert. Wir lernen: die Technik ist da. Es fehlt allerdings noch an den gesetzlichen Rahmenbedingungen, um die vorhandene Infrastruktur auch für die öffentliche Nutzung freizugeben.

Zweite Station der Tour war der Standort Bad Pyrmont von Phoenix Contact. "Mir ist das Unternehmen natürlich schon lange ein Begriff. Aber es ist doch etwas Besonderes, einmal in einer Produktionshalle zu sein und zu sehen, wie es in der Produktion tatsächlich aussieht", so Robert Klocke, nach Beendigung des Rundgangs durch die Produktionshalle G3. Als Bürgermeister der Stadt Marienmünster mit 5.000 Einwohnern, treffen ihn selbst die Herausforderungen der Digitalisierung auf vielfältigen Ebenen. Nach der Besichtigung der Produktion von Trennverstärkern erläuterten Frank Knafla und Anja Moldehn im Besucherbereich des Unternehmens die weltweiten, vielfältigen Aktivitäten des Unternehmens.

Die letzte Station des Tages führte die Gruppe zurück nach Detmold zur Firma Weidmüller und zu dem Thema Energiemonitoring von MORGEN: Um die Profitabilität und Umweltfreundlichkeit der Produktion zu steigern, hat Weidmüller ein Überwachungssystem entwickelt, um die Energie- und Anlageneffizienz zu verbessern. Seit 2014 werden die Energieströme vom Netzübergabepunkt bis zu den Verbrauchern in Echtzeit dokumentiert. Auswertungstools helfen dabei, die gewonnenen Daten zu nutzen, um Lastspitzen zu optimieren, unnötigen Stand-by-Betrieb zu vermeiden und den optimalen Wartungszeitpunkt für Maschinen und Anlagen zu finden.

Gegen 16 Uhr ging die erste Besucherführung der Schaufenster Route OWL 4.0 zu Ende. Unser positives Fazit: Es war ein gelungener Tag mit engagierten Unternehmen auf der einen Seite, die mit großem Engagement Einblicke in ihre Lösungen auf Anforderungen der Digitalisierung gewährten und sehr interessierten Besuchern auf der anderen Seite, die sich von den Chancen und Möglichkeit der digitalen Transformation begeistern ließen. „Mir hat die Tour heute wirklich gut gefallen und es war sehr interessant und aufschlussreich. Es hat Spaß gemacht und ich werde die Besucherführungen weiter empfehlen!“ fasste Ulrike Künnemann von InnoZent OWL e.V. zusammen.

Wenn Sie Interesse an einer Besucherführung haben und mit einer Gruppe bestimmte Schaufenster in OstWestfalenLippe kennenlernen wollen, wenden Sie sich an besucherführungen@owl-morgen.de.

Redaktion und Text: Astrid Kleinkönig

Ansprechpartner
Stefanie Riesenberg
Projektmanagerin
T 0521 96733-285