Glossar - Was heißt eigentlich ...

Mit den neuen Technologien und Möglichkeiten tauchen auch eine Menge Begriffe auf, von denen man letztlich nicht immer genau weiß, was genau sie eigentlich beschreiben.

Einige diese Begriffe haben wir hier einmal erläutert:

Was sind BockChains?

BlockChains sind fälschungssichere, verteilte, redundante Datenstrukturen, in denen Transaktionen in der Zeitfolge protokolliert, nachvollziehbar, unveränderlich und ohne zentrale Instanz abgebildet sind. Somit lassen sich Eigentumsverhältnisse (digital Assets) direkter und effizienter als bislang sichern und regeln, da eine lückenlose und unveränderliche Datenaufzeichnung gewährleistet wird. Damit werden alle Beglaubigungsprozesse schneller, sicherer und billiger, da die Validierungsalgorithmen der BlockChain-Technologie ganz ohne Intermediäre die Vertrauenswürdigkeit der aufgezeichneten Transaktionsdaten garantieren. Somit ist sie eine Querschnittstechnologie, die das Potenzial hat, Politik, Verwaltung und Wirtschaftszweige gewaltig auf den Kopf zu stellen. Gerade für Deutschland und die EU mit sehr vielen KMUs ist die Blockchain eine ideale Technologiebasis für eine vertrauenswürdige verteilte Zusammenarbeit und stellt damit ein hohes Potenzial für neue Geschäftsmodelle und Ökosysteme dar.

Beispiele für bisherige Anwendungsfelder sind unter anderem die Kryptowährungen (z. B. Bitcoin), elektronische Auktionen, Identity-Management und der Diamantenhandel. Zukünftig stark beeinflusst werden insbesondere der Finanz- & Energiesektor, Notare, Treuhänder, Grundbücher, Vertragswesen, Identity-Lösungen und das Internet der Dinge (IoT). Im Gesundheitssektor kann die Blockchain Zugriffe auf Gesundheitsdaten regeln und Unternehmen können die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten kostengünstiger und transparenter organisieren.

Quelle: InnoZent OWL

Was ist der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)?

Der EFRE wurde 1975 eingerichtet und leistet finanzielle Unterstützung für die Entwicklung und strukturelle Anpassung regionaler Volkswirtschaften sowie für den wirtschaftlichen Wandel, die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die territoriale Zusammenarbeit in der gesamten EU. Gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF), dem Kohäsionsfonds, dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) bildet der EFRE die fünf Struktur- und Investitionsfonds der EU (ESIF).

Im Zeitraum 2014-2020 beläuft sich das Budget des EFRE auf über 250 Mrd. EUR. Der Fonds unterstützt Projekte im Rahmen der elf thematischen Ziele der Kohäsionspolitik und konzentriert sich insbesondere auf vier Hauptprioritäten:

  • Ausbau von Forschung, technischer Entwicklung und Innovation
  • Ausweitung des Zugangs zu und der Nutzung und Qualität von IKT
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU
  • Unterstützung der Umstellung auf eine CO2-arme Wirtschaft in allen Branchen

Der EFRE finanziert außerdem grenzüberschreitende, interregionale und transnationale Projekte im Rahmen des Ziels der Europäischen territorialen Zusammenarbeit.

Quelle: EFRE.NRW

Was versteht man unter sozialer Innovation?

Unter Sozialer Innovation versteht man in der Soziologie und im Innovationsmanagement den Prozess der Entstehung, Durchsetzung und Verbreitung von neuen sozialen Praktiken in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Während ‚Innovation’ wörtlich ‚Neuerung’ oder ‚Erneuerung’ bedeutet, ist mit ‚sozial’ entweder die Interaktion von Menschen oder – wenn es normativ gebraucht wird – ‚gut für die Gesellschaft und ihre Mitglieder’ gemeint. In der Innovationsforschung werden soziale Innovationen entweder als Voraussetzung, Begleiterscheinung oder als Folgen von technischen Innovationen thematisiert. Die Fragen, was eine Innovation zu einer sozialen Innovation macht, ob dabei der gesellschaftliche Nutzen das entscheidende Kriterium ist und wie sich dieser bestimmen lässt, werden kontrovers diskutiert. Weitgehend Einigkeit besteht hingegen darüber, dass sich der Begriff auf Innovationen bezieht, die im direkten Zusammenhang mit der Suche nach Lösungen für gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen stehen. Bei diesen Lösungen handelt es sich oft um neue Arten der Kommunikation und Kooperation. Die Auseinandersetzung mit sozialen Innovationen als ein zentrales gesellschaftstheoretisches wie politisches Konzept gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Quellen: Wikipedia, Zukunft Lippe

Was ist eigentlich Arbeit 4.0?

Arbeit 4.0: Produktion - Dienstleistung - Handwerk
Arbeit 4.0 ist ein Begriffskonstrukt, das analog zum Begriff Industrie 4.0 die zunehmenden direkten und indirekten Wechselwirkungen von Digitalisierung mit sämtlichen Prozessen der Arbeitsgestaltung, Arbeitsorganisation, Arbeitsbedingungen, Aus- und Weiterbildung sowie weiteren die Arbeitswelt insgesamt betreffende Prozesse beschreibt.

Arbeit 4.0 ist dabei zugleich nicht auf einzelne Branchen, Wirtschaftszweige oder Wertschöpfungsprozesse festlegt, sondern bezieht sich - wenngleich möglicherweise mit unterschiedlichen Ausprägungen und Auswirkungen - mittelbar und unmittelbar auf Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistungen & Services.

Was ist ein Digitalisierungscluster?

Digitalisierungscluster teilen Unternehmen nach ihrem Digitalisierungsfortschritt im Hinblick auf verschiedene Digitalisierungsfaktoren in Gruppen ein. Dabei sind die Cluster (Gruppen) selber möglichst homogen und untereinander möglichst heterogen.

Was sind Digitalisierungsfaktoren?

Digitalisierungsfaktoren beschreiben Merkmale der Digitalisierung der Unternehmen in OWL. Anhand der Digitalisierungsfaktoren wird der Digitalisierungsstand der Unternehmen erfasst. Für Unternehmen in OWL wurden folgende fünf Digitalisierungsfaktoren identifiziert:

  •  Digital Customer Contact
  • Digital Supplier Alliance
  • Digital Capabilities
  • Digital Customer Intelligence
  • Digital Process Enhancement

 

 

Was bedeutet der Digitalisierungsfaktor Digital Capability?

Digital Capability beschreibt, wie weit bei der strategischen Ausrichtung, Implementierung, Anwendung, Erweiterung und Umsetzung von Digitalisierung moderne Informations- und Kommunikationstechnologien berücksichtigt werden und wie stark digitales Know-How bei Personen und in der Kultur der Organisation vorhanden ist.

 

 

Was bedeutet der Digitalisierungsfaktor Digital Process Enhancement?

Digital Process Enhancement beschreibt die erfolgte Verbesserung in unterschiedlichen Unternehmens- und Wertschöpfungsprozessen und Unternehmensbereichen durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Hierbei kann es sich um eine verbesserte Effizienz,Qualität, Flexibilität, Produktivität und Kosteneinsparung handeln.

 

 

Was bedeutet der Digitalisierungsfaktor Digital Customer Contact?

Digital Customer Contact beschreibt die Möglichkeit und die Vorteile der digitalen
Kontaktaufnahme eines Unternehmens mit seinen Kunden und anders herum. Dabei geht es darum, wie gut die Kundenkanäle in einem Unternehmen digitalisiert sind.
Hierzu zählen u.a. die Verfügbarkeit aktuellster Informationen auf der Website/App des Unternehmens, der online basierte Verkauf von Waren oder Dienstleistungen, sowie deren Sendungsnachverfolgung bei einer Online-Interaktion des Kunden mit dem Unternehmen.

Was bedeutet der Digitalisierungsfaktor Digital Customer Intelligence?

Digital Customer Intelligence beschreibt zum einen die Fähigkeit eines Unternehmens Kundeninformationen aus verschiedenen Schnittstellen zu integrieren und diese Daten auszuwerten um somit eine Zielgruppe genau zu identifizieren und Kundenwünsche zuverlässig zu prognostizieren. Zum anderen beschreibt Digital Customer Intelligence die Überwachung des Auftragsstatus.

 

 

Was bedeutet der Digitalisierungsfaktor Digital Supplier Alliance?

Digital Supplier Alliance beschreibt die Digitalisierung in Form von Informations- und Kommunikationstechnologien ander Schnittstelle zu und auf Seiten wichtiger Zulieferer eines Unternehmens um mit dem Unternehmen zu kommunizieren, Informationen zu teilen und Wertschöpfung zu ermöglichen.

 

 

Was ist ein Hackathon?

Der Begriff „Hackathon“ setzt sich zusammen aus „Hacker“ und „Marathon“. Auch wenn sie dabei meist vor einem Bildschirm sitzen, Ausdauer und Durchhaltevermögen brauchen die Teilnehmer bei einem Hackathon in jedem Fall. Innerhalb von meist 24 Stunden arbeiten Programmierer an Lösungen für Herausforderungen, die der Veranstalter vorgibt. Das Ziel ist, am Ende vorzeigbare Lösungen präsentieren zu können. Die besten Teams werden mit Preisen belohnt. Im Mittelpunkt steht auch immer der Spaß am Tüfteln. Inzwischen entdecken immer mehr Unternehmen den Nutzen solcher Veranstaltungen. Selbst Dickschiffe der deutschen Wirtschaft setzen auf das Format: Unter anderem Daimler und Siemens richteten bereits Hackathons aus. Spaß am Wettbewerb für die Teilnehmer, neue Talente für die Unternehmen – die Rechnung geht auf. 

Was bedeutet Predictive Maintenance?

Der plötzliche Ausfall einer Maschine ist für jeden Unternehmer ein Ärgernis. Die Produktion steht im schlimmsten Fall unerwartet still, eine schnelle Reparatur muss organisiert werden. Diese Situation gar nicht erst entstehen zu lassen – das ist das Ziel von Predictive Maintenance. Anstatt erst dann reagieren zu können, wenn die Störung bereits aufgetreten ist, setzt Predictive Maintenance darauf, den Defekt zu erkennen, bevor er auftritt. Mit unterschiedlichen Technologien werden die Maschinen permanent überwacht. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Temperatur- oder Vibrationssensoren. Bei älteren Maschinen, die sich nicht umrüsten lassen, können die Daten auch regelmäßig manuell eingegeben werden. Durch das digitale Erfassen der Daten, intelligente Vernetzung und Analyse lassen sich so Defekte vorhersagen. Der Unternehmer kann handeln bevor es zu spät ist, Produktionsausfälle können vermieden werden Eine große Chance und Kernstück der Industrie 4.0.

Was bedeuten Virtual und Augmented Reality?

Virtual Reality meint die computergenerierte Darstellung einer Welt in Echtzeit. Virtual Reality blendet die Außenwelt komplett aus und beeinflusst die menschlichen Sinne durch computeranimierte Videos, Animationen und Töne. Die Realitätsveränderung wird von VR-Brillen umgesetzt, die auch Bewegungen des Nutzers erkennen und übertragen.

Augmented Reality ist die computerunterstützte Realitätserweiterung. Augmented Reality blendet zusätzliche Informationen durch einen Computer ein. Die Informationen werden in einer Brille oder auf anderen mobilen Geräten zu den jeweiligen Einsatzbereichen abgebildet.

Digitale Prototypen oder digitale Rundgänge machen Kunden komplexe Produkte, Prozesse und Orte  im Vorfeld direkt erfahrbar. AR und VR Instrumente ermöglichen zudem, Prozesse der Produktentwicklung und des Marketings zu verbinden sowie das eigene Geschäftsmodell zu erweitern. Sie ermöglichen, den Kunden durch ein innovatives, virtuelles Storytelling-Format und neue Erlebnisse ihn für die Marke oder das Produkt zu begeistern.

Quellen: Online Marketing.de, eviom, InnoZent OWL

Ansprechpartner
Astrid Kleinkönig
OWL GmbH, Projektleiterin OWL Arena 4.0
T 0521 96733-283