Digitale Trends

Unser Leben verändert sich – privat und beruflich. Längst lassen sich aus diesen Veränderungen Trends ableiten, die unsere Gesellschaft von Morgen prägen werden. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben ist es wichtig, dass Unternehmen diese Trends erkennen und ihre Positionierung Stück für Stück anpassen.

Eine Übersicht dieser Trends zeigt, was unsere Gesellschaft heute beschäftigt und unser Morgen maßgeblich verändern wird.


Mobilität

Die Globalisierung lässt Personen und Unternehmen immer mehr an Reichweite gewinnen. In Zukunft sorgen automatisierte Prozesse für immer mehr Flexibilität im Berufsleben. Durch die schnellere Erreichbarkeit vieler Orte können Zeiten im Arbeitsalltag eingespart und effizienter genutzt werden.

  • Autonomes Fahren

    Die Entwicklung der Technik kennt keinen Stillstand. Während Autos, die von allein fahren noch wie ein Traum von Morgen klingen, gehören Fahrerassistenten und teilautonomes Fahren längst zu unserem Alltag. Vollautonomes Fahren soll in Zukunft für mehr Komfort, Flexibilität und Sicherheit sorgen.

  • Car Sharing

    Car Sharing und „Free Floating“ stehen zurzeit hoch im Kurs. Besonders in Städten wird der Trend Autos zu teilen, anstatt ein eigenes zu besitzen, immer beliebter. Gründe für diese Entwicklung: das wachsende Umweltbewusstsein und die immer knapper werdenden Ressourcen.

  • E-Mobility

    Reichweite und Effizienz der elektrischen Fahrzeuge werden täglich verbessert und sowohl E-Bikes als auch Elektroautos sind auf dem besten Weg, ganz normaler Teil des Stadtbildes zu werden. Damit folgen sie einem neuen Umweltbewusstsein, das durch Klimawandel und globale Erwärmung immer mehr an Bedeutung gewinnt.

  • Mobiles Bezahlen

    Sicherheit und Zeitersparnis sind wesentliche Vorteile des bargeldlosen Zahlens mit Smartphone oder NFC-Geldkarten – sowohl für Konsumenten, als auch für beteiligte Partner im Einzelhandel. Zahlreiche Unternehmen sind auf diesen Trend bereits aufgesprungen und bieten NFC-fähige Kassenterminals an, die den Zahlungsvorgang vereinfachen.


Demografie

Gerade die immer höhere Lebenserwartung stellt unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen und wirft Fragen auf zu Themen wie E-Health oder Barrierefreiheit.

  • Downaging

    Obwohl die Menschheit immer älter wird, findet in unserer Gesellschaft eine Verjüngung statt. Es entwickeln sich neue Lebensphasen mit individuellen Zielen und Wünschen. Eine gesteigerte Konsumbereitschaft und Aktivität Menschen höheren Alters stellen neue Anforderungen an Wirtschaft und Märkte.

  • E-Health

    Digitale Technologien zeigen auch im Gesundheitswesen neue Möglichkeiten auf. Im Falle von chronischen Krankheiten ermöglichen sie Diagnosen über längere Zeiträume und individuellere Behandlungsmethoden. Durch den Einsatz von Telemedizin können auch in ländlichen Gebieten Beratungsgespräche über eine größere Distanz hinweg stattfinden.

  • Ambient Assisted Living

    Die Menschen werden immer älter, neue Technogien können das Leben im Alter leichter machen. Besonderheit dieser unterstützenden Maßnahmen liegt darin, sich unaufdringlich in den Alltag zu integrieren. Das Internet der Dinge, insbesondere Wearables, können eine zentrale Rolle in dieser Entwicklung einnehmen.

  • Universal Design

    Barrierefreiheit gewinnt immer mehr an Bedeutung. So sollen sich Produkte in Zukunft nicht nur ästhetisch in unseren Alltag einbinden, sondern auch von möglichst allen Menschen genutzt werden können. Diese Voraussetzungen stellen neue Anforderungen an Entwicklung und Produktionsprozesse von Produkten.


Individualisierung

Neben flexiblen Rollenbildern und alternativen Familienmodellen verändern auch individuellere Konsumwünsche unseren Alltag von Morgen. Kleinere Start-Up Firmen erschließen diese Nischenmärkte und decken gezielt neu entstandene Bedürfnisse ab.

  • Selftracking

    Die eigenen Fähigkeiten messen, Gewohnheiten erkennen und kontrolliert auf ein Ziel hinarbeiten – mit einem Smartphone und den passenden Apps ist es heute leichter als je zuvor, das eigene Verhalten im Alltag zu protokollieren.

  • Digitale Persönlichkeit

    Jeder Mensch hinterlässt auf dem Weg durch das Netz digitale Fingerabdrücke. Interessen, Freundschaften, Beruf oder religiöse Ansichten, alles kann gesammelt, analysiert und interpretiert werden. Gleichzeitig wirft das Sammeln dieser Daten Fragen auf zum Thema Datenschutz und Sicherheit im Netz.

  • Tutorial-Learning

    Gezielt Wissen dann aneignen, wenn die Situation es erfordert. Viele Menschen nutzen heute die Möglichkeit von Videos aus dem Internet, um sich in den unterschiedlichsten Bereichen weiter zu bilden. Auch Unternehmen sind auf diesen Trend bereits aufgesprungen und setzen Erklärvideos professionell und teilweise auch Marktübergreifend ein.

  • Maker Movement

    Die Maker-Bewegung entstand aus dem Ziel einiger Hobby-Bastler, aus eigener Kraft technische Probleme aller Art zu lösen – alternativ zu kostenintensiven Standardlösungen der Industrie. Dafür werden zum Beispiel 3D-Drucker eingesetzt. Das erworbene Wissen wird im Internet geteilt.

  • Single-Gesellschaft

    Seit Jahren löst der Trend zum Single-Leben die alten Familienbilder ab. Längere Ausbildungszeiten, mehr Flexibilität im Berufsleben und die damit häufig verbundene notwendige Mobilität sind nur einige der Auslöser. Dadurch entstandene Anforderungen an Lage oder Aufteilung von Wohnungen stellen Städtebauer vor ganz neue Herausforderungen.


Vernetzung

Social Media vernetzt bereits seit Jahren Menschen in der ganzen Welt. Das Internet der Dinge lässt in Zukunft auch Maschinen miteinander kommunizieren.

  • Augmented Reality

    Die Erweiterung der Realität durch Computerunterstützung bietet Industrie und Logistikbranche bereits heute zahlreiche Vorteile. Datenbrillen erleichtern Arbeitsabläufe und führen zu mehr Effizienz. Was bei vielen Firmen noch als Testphase läuft, kann Morgen schon fest in unseren Alltag integriert sein.

  • E-Commerce

    Online-Shopping gehört zur Normalität und wird immer beliebter. Das hat große Auswirklungen auf die regionale Wirtschaft. Große Firmen folgen dem Trend schon seit Jahren. Doch auch kleine und mittlere Unternehmen passen ihre Distributionswege an, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

  • Social Networks

    Soziale Netzwerke sind fester Bestandteil unseres Alltags. Sie dienen dazu Kontakte in allen Teilen der Welt aufrecht zu halten, die eigene Person oder auch Firmenprofile darzustellen und Lebensinhalte zu teilen. Damit geben sie immer neue Trends vor und bestimmen Meinungen und Konsumverhalten der Nutzer über die Ländergrenzen hinaus.

  • Big Data

    Die Erfassung großer Datenmengen ist zu Zeiten von Social Media und anderen Online-Diensten keine Seltenheit mehr und der Begriff „Big Data“ ist längst in unseren Wortschatz übergegangen. Bereits heute haben Datenanalysen Auswirkungen auf die Wirtschaft. So tragen sie beispielsweise dazu bei, Bedarfe und Absatzmöglichkeiten zu erkennen und gezielter anzugehen.

  • Internet der Dinge

    An die Paketverfolgung über das Internet haben wir uns längst gewöhnt, Smart Homes automatisieren unser Zuhause und RFID-Chips haben die Lagerhaltung revolutioniert. Unsere Umgebung wird durch die Vernetzung immer intelligenter. So entstehen neue Möglichkeiten, Abläufe einfacher und effizienter zu machen.


Ökologie

Rohstoffe werden wiederverwertet, das Fahrrad eine beliebte Alternative zum Auto. Das Konsumverhalten der Menschen verändert sich und damit auch unsere Märkte. Die Folgen sind die Umstellung von industriellen Systemen und die Anpassung der Wirtschaft an das neugewonnene Verantwortungsbewusstsein.

  • Bio-Boom

    Der Nachhaltigkeitsgedanke ist heute schon sehr präsent. Der Wunsch vieler Konsumenten nach einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln führt dazu, dass auch Industrie und Wirtschaft in vielen Bereichen umdenken.

  • Social Business

    In der Gesellschaft von Morgen schließen sich Kapitalismus und soziale Verantwortung nicht aus. Die Wirtschaftskraft von Unternehmen wird bereits heute immer häufiger genutzt, um Probleme der Menschheit effizient zu lösen.

  • Tauschhandel

    Seit einiger Zeit erlebt der Tauschhandel eine Renaissance. Hierbei stehen nicht nur Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein im Vordergrund, sondern auch die Freude am Tauschen. Tauschbörsen im Internet machen diese Form des Handels auch im großen Stil möglich.

  • Green Tech

    Ein Trend, der Ökologie und Ökonomie vereint. Aus dem Gedanken, mit grüner Technologie die Umwelt zu schonen und bereits entstandene Schäden zu minimieren oder zu beseitigen, sind bereits viele neue Unternehmen entstanden.

  • Bike-Boom

    Nachhaltigkeit prägt auch die Einstellung der Stadtbevölkerung zur Mobilität und stellt neue Anforderung an die Infrastruktur vieler Städte. Teilweise ist es bereits heute einfacher und schneller mit dem Rad zur Arbeit zu fahren als das Auto zu nehmen. Neben Umweltbewusstsein spielt auch der Gedanke eines gesünderen Lebensstils eine große Rolle.


Urbanisierung

Städte werden immer beliebter, die Grenzen zwischen Stadt und Land immer fließender. Urban Farming und alternative Verkehrsmittel machen sie zu attraktiven Lebensräumen und verändern das Bewusstsein für die eigene Stadt.

  • Urban Manufacturing

    Viele große Unternehmen haben ihre Produktionsstandorte nach Fernost verlagert. Doch die Nachfrage nach individueller und in der Region produzierter Ware wächst. Diesen Umstand machen sich besonders kleine Firmen und Start-Ups zu Nutze und schaffen kleine Manufakturen vor Ort.

  • 24/7-Gesellschaft

    Ständige Erreichbarkeit gilt nicht nur in der Kommunikation mit- und untereinander. Sie verändert auch die Nutzung von Dienstleistungen und unser Einkaufsverhalten. Flexible Arbeitszeiten und angepasste Öffnungszeiten strukturieren unseren Alltag neu und nehmen Einfluss auf die Gesellschaft und die Arbeitsbedingungen von Morgen.

  • Smart-City

    Mit Hilfe von Datenerhebungen sollen Städte in Zukunft intelligent vernetzt werden. Das gilt für städtische Systeme wie die Müll- oder Abwasserentsorgung aber auch für die Gewinnung von Energie und frischer Atemluft. Dabei ist jede Technologie ganz individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Stadt angepasst.

  • Third Places

    Third Places gewinnen in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. An öffentlichen Orten mit dem Smartphone oder Tablet mobil unterwegs zu sein, gehört bereits zur Normalität. Viele Unternehmen beschäftigen sich jetzt mit der Frage, wie diese Plätze noch komfortabler gestalten werden können. Zum Beispiel: wie kann durch Anpassung der Architektur die Atmosphäre verändert oder mehr Privatsphäre geschaffen werden?

Ansprechpartner
Astrid Kleinkönig
OWL GmbH, Projektleiterin OWL Arena 4.0
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