OWL geht digital in die Zukunft

Experten stellen Projekte zur digitalen Transformation vor.

Bielefeld, 5.12.2016. Mithilfe der Digitalisierung will OstWestfalenLippe Wachstum und Beschäftigung sichern und die Lebensqualität in der Region weiter steigern. Anfang des Jahres ist der Startschuss für das Handlungskonzept „OWL 4.0“ gefallen. Nun haben die 10 Projekte, die zum Handlungskonzept gehören, Fahrt aufgenommen. Bei einer Veranstaltung im Innovationszentrum Fennel in Bad Oeynhausen haben sich rund 60 Projektbeteiligte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Branchennetzwerken getroffen, um die Projektentwicklung für das nächste Jahr zu besprechen.

Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH: „Die Digitalisierung ist eine der großen globalen Herausforderungen vor der wir stehen. Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen wir die Herausforderung annehmen und Chancen nutzen. Mit it’s OWL haben wir in den vergangenen Jahren viele Erfahrungen auf diesem Feld gesammelt. Jetzt gilt es, die Region in der ganzen Breite mitzunehmen.“

Von den Chancen und Potenzialen der Digitalisierung für den ländlichen Raum berichtete Gerald Swarat, Projektkoordinator Smart Rural Areas des Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern. „Die Mobilität und die Nahversorgung sind die wichtigsten Themenfelder in ländlichen Gebieten. Der digitale Wandel kann nur dann gelingen, wenn sich Kommunen zu digitalen Plattformen weiterentwickeln.“ Die flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und der Aufbau von Hochleistungsnetzen seien dazu eine wichtige Voraussetzung.

Für kleine und mittelständische Unternehmen bietet das Projekt Industrie 4.0 für den Mittelstand Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote zu neuen Forschungsergebnisse, Technologien und Methoden der Digitalisierung. Im Bereich der Lebensmittelproduktion geht es um Systeme zur Automatisierung von Qualitätskontrolle und Hygieneüberwachung. Beim Projekt Klimaschutz, Bauen und Energie sollen mit einem dezentralen Energielabor Wissenschaft, Unternehmen und Bürgergesellschaft ein Kompetenznetzwerk errichten: Ziel ist eine Versorgungssicherheit zu geringen Kosten und ohne Umweltbelastung. In der Projektwerkstatt Gesundheit 4.0 werden die dynamischen Entwicklungen und Ideen aus dem Kontext der Industrie 4.0 für personenbezogene Dienstleistungen im Gesundheitssektor nutzbar gemacht. Das Projekt Smart Country Side beschäftigt sich mit leicht nutzbaren, ortsunabhängige Lösungen für Mobilität, Ehrenamt und e-Partizipation/e-Governance. Ziel ist es, durch die digitale Transformation das Leben im ländlichen Raum nachhaltig zu verbessern. Die Projektverantwortlichen von Arbeit 4.0 entwickeln praxisnahe, mittelstandsgerechte Lösungen für die Arbeitswelt der Zukunft. Business 4.0 erprobt neue Bausteine und Erfolgskriterien für KMU-geeignete digitale Strategien. Die Projekte Konversion Flugplatz Paderborn und Bildungscampus Herford bieten neue Flächen der Stadtentwicklung für Wissenschaft und Wirtschaft. Koordiniert werden alle Projekte von der OWL Arena 4.0.

Im nächsten Jahr werden in so genannten Schaufenstern 4.0 die Projektinhalte und Lösungsansätze der digitalen Transformation für alle Interessierten zugänglich gemacht werden. Im Mai 2017 ist eine große Auftaktveranstaltung geplant.

Ansprechpartner
Astrid Kleinkönig
OWL GmbH, Projektleiterin OWL Arena 4.0
T 0521 96733-283