Die Lebensmitteltechnologie von MORGEN

Qualitätskontrolle in Echtzeit durch
smarte Sensoren in Prozessanlagen

Prof. Dr. Ing. Stefan Witte, Sprecher Smart Food Technology OWL
„Lebensmittelqualität ist Lebensqualität. Anstatt die Qualität von Lebensmitteln nur im Labor zu kontrollieren, nutzen wir digitale Techniken, um Qualität gezielt zu produzieren.“
Herausforderung

Eine zentrale Herausforderung der Lebensmittelherstellung ist - neben Verbraucherschutz und Produktsicherheit - die Garantie eines gleichbleibenden Geschmacks bei variierenden Rohstoffen. Dafür werden die Produkte am Ende des Herstellungsprozesses durch zeit- und kostenaufwändige Laboruntersuchungen geprüft. Smart Food Technology OWL forscht gemeinsam mit großen Industriepartnern und KMU an Möglichkeiten, mit Hilfe digitaler Lösungen zuverlässige und kostengünstigere Verfahren zu entwickeln, die eine vorausschauende Steuerung der Qualität ermöglichen.

Lösung

Durch smarte Sensoren in Prozessanlagen und die entsprechende Datenverarbeitung kann während der Produktion kontinuierlich ein Modell der (Zwischen-) Produkte generiert werden: das "virtuelle Abbild". Diese Echtzeit-Qualitätskontrolle ermöglicht unmittelbare Informationen zu Produkteigenschaften und Qualität. Auf diese Weise kann bei Bedarf früh in den Herstellungsprozess eingegriffen werden.

Realisierung

Die Partnerschaft Smart Food Technology OWL nutzt die Potenziale von Digitalisierung und Industrie 4.0-Technologien, um bislang getrennte Einzelsysteme der Lebensmittelwirtschaft zu integrierten Wertschöpfungs- und Produktionsketten zu vernetzen. Am Beispiel von Demonstratoren, wie einer Maischeanlage, die beim Bierbrauen benutzt wird, und smarten Sensoren wie der "elektronischen Zunge" wird erklärt, wie man zukünftig Qualitätsmerkmale eines Lebensmittels in Echtzeit während der Produktion digital abbildet.

Ergebnis

Smart Food Technology OWL setzt Impulse für eine grundlegende Änderung der Qualitätsphilosophie in der Lebensmittelwirtschaft: Weg von einer retrospektiven hin zu einer kontinuierlichen (prospektiven) Überwachung. Dadurch wird einerseits die Qualität und Produktsicherheit von Lebensmitteln verbessert, andererseits werden die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Produktionsprozesse gestärkt. Zukünftig sollen auch werksübergreifende Lebensmittelkontrollen möglich sein, um die Transparenz für den Verbraucher zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelindustrie zu stärken.

Interessierte KMUs sind dazu eingeladen, sich mit innovativen Ideen und Lösungsansätzen zu beteiligen.

Kommen Sie vorbei!

Sehen Sie sich dieses und andere Beispiele erfolgreicher Digitalisierung in OWL live vor Ort an. Für Gruppen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik bieten wir geführte Präsentationen an. Melden Sie sich beim Besuchermanagement der OWL Arena 4.0 für eine Führung an:

Besuchermanagement OWL Arena 4.0
Tel: +49 521 96733-285
besucherfuehrung@owl-morgen.de

Auch Sie können unser MORGEN mitgestalten!

Lassen Sie sich inspirieren und finden auch Sie Ihre Chancen in unserem MORGEN in OWL.

Ansprechpartner
Norbert Reichl
Food-Processing Initiative e.V., Projektleiter Lebensmittel 4.0
T 0521 98640-0