Elektromobilität von Morgen

Intelligente Wirtschaftsverkehre im Ländlichen Raum

Dr. Klaus Schafmeister, Leitung Zukunftsbüro Lippe
„Mit unserem Projekt gehen wir im Klimaschutz einen großen Schritt nach vorn und zeigen: Elektromobilität funktioniert auch im Ländlichen Raum.“
Herausforderung

Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu verwirklichen, sind kreative und innovative Konzepte gefragt - gerade im Bereich der E-Mobilität. Dabei spielt der Ländliche Raum eine Schlüsselrolle. Zum einen sind ländliche Gebiete die Hauptlieferanten regenerativer Energien. Zum anderen sind dort die Zweitwagendichte und die gefahrene Kilometerzahl aufgrund größerer Entfernungen und schlechterer ÖPNV-Anbindung wesentlich höher als in Ballungsräumen. Damit jedoch die E-Mobilität als Alternative zum Verbrennungsmotor von immer mehr Menschen genutzt wird, braucht es einen Mentalitätswandel.

Lösung

Durch das Projekt EMiLippe kann E-Mobilität zukünftig auch in der Fläche ermöglicht werden. In einem starken Projektverbund, koordiniert durch den Kreis Lippe, schaffen die Unternehmen Phoenix Contact, Kannegiesser und itelligence, die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, das Fraunhofer Anwendungszentrum Industrial Automation und das Ostwestfälische Institut für innovative Technologien in der Automatisierungstechnik die Voraussetzungen dafür selbst: eine Fahrzeugflotte mit elektrischem Antrieb, ein wirtschaftliches Tankstellensystem und ein übergreifendes Car-Sharing-System. Dieses ermöglicht den Mitarbeitern der beteiligten Unternehmen, die Fahrzeuge standortübergreifend gemeinsam zu nutzen.

Realisierung

Für die Umsetzung stellten die Unternehmen die einzelnen Komponenten selbst her. Phoenix Contact entwickelte eine regenerative Ladesäule, die Firma Kannegiesser einen intelligenten E-Mobil-Energie-Stellplatz und das Unternehmen itelligence die Software für das Mobilitätsmanagement. Betankt werden die E-Fahrzeuge in Carports, die mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sind. So kann Strom aus eigenen, erneuerbaren Energiequellen genutzt werden.

Ergebnis

Durch das intelligente Fuhrparkmanagement und die Ladestationen an den einzelnen Unternehmensstandorten verfügen die Fahrzeuge immer über eine ausreichende Reichweite und können von allen Mitarbeitern genutzt werden – sowohl gewerblich als auch privat. 89% der benötigten Energie konnten in der Projektlaufzeit aus regenerativen Energiequellen gewonnen werden. So können auch im Ländlichen Raum die CO2-Emissionen deutlich reduziert werden.

89%
Energie aus regenerativen Energien
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Weitere Informationen finden Sie auch im Kommunalen Leitfaden EMiLippe.

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Ansprechpartner
Ann-Kathrin Habighorst
Kreis Lippe, Projekmanagerin
T 05231 62-1150