Klimaschutz, Energie und Bauen im Industrie 4.0 Umfeld

Energie von Morgen ist volatil. Das bedeutet: Windkraftwerke und Solaranlagen sind abhängig von Tageszeit und Wetter und stellen die Energieversorgung vor große Herausforderungen. Das neu entstandene Energieangebot muss mit der Energienachfrage zu einem flexiblen, intelligenten System verknüpft werden. Versorgungssicherheit und Kosten spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Um zeitliche Lastenverschiebepotenziale zu realisieren, müssen energierelevante Komponenten auf Verbraucherseite flexibel werden. Davon sind Energieverbraucher wie Wohngebäude, Haushalte und Zweckgebäude ebenso betroffen wie die produzierende Industrie mit ihren Maschinen und Verfahren, Gewerbe, Dienstleistungen und Handwerk.

Ziel des Projektes ist es, ein intelligentes Energiesystem für OWL zu schaffen und die Chancen und Möglichkeiten zu beleuchten, die sich für die Akteure der beteiligten Branchen, sowie weitere davon tangierte Zielgruppen durch die Digitalisierung, bieten. Unter Leitung von Energie Impuls OWL entsteht mit der Kompetenz der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Fachhochschule Bielefeld ein „Dezentrales Energie 4.0-Labor OWL“; durch die KlimaWoche Bielefeld wird die Einbindung der Bürgergesellschaft gewährleistet.

Ab Oktober 2017 wird das „Dezentrale Energie 4.0-Labor OWL“ die Laborlandschaft an den regionalen Hochschulen durch konkrete Feldversuche erweitern. Es eröffnet so einen Zugang zu den aktuellen Themen, Produkten und Dienstleistungen 4.0 sowie Marktveränderung durch 4.0. Der Schwerpunkt Energie 4.0 beschäftigt sich mit den Fragen „Wie kann Energieflexibilität schon heute realisiert werden?“ und „Welche Transformationsprozesse gibt es?“. In Anlehnung an mehrere Hochschulen erhält dieses neue Kompetenznetzwerk eine eigene Institutionalisierung. Um den Ansatz zu erweitern, werden Best Practice-Projekte integriert. Damit wird die Interdisziplinarität (Cross-Innovation) gesteigert und die Zivilgesellschaft in die Forschungsansätze eingebunden (Transdisziplinarität). Neben der Wissenschaft können sich weitere Interessierte im Dezentralen Labor „immatrikulieren“: EignerInnen, BetreiberInnen, BenutzerInnen/ BewohnerInnen, PlanerInnen, HandwerkerInnen, UnternehmerInnen, Bürgerinitiativen, AnwohnerInnen, Generation Y u.a.

Studium mal anders! – Im Gegensatz zum klassischen Studium „dozieren“ im Dezentralen Energie 4.0-Labor OWL die TeilnehmerInnen; mit eigenen Erfahrungen und Fragestellungen wird ein dynamisches Arbeiten ermöglicht. Das Labor bietet allen Interessierten aus Wissenschaft, Handwerk, Unternehmen und Zivilgesellschaft in individuell gestaltbaren „Studiengängen“ eine Plattform, um die heute noch abstrakt erscheinenden Lösungen im Gesamtzusammenhang gemeinsam zu erarbeiten. Auf die Weise vernetzt das „Dezentrale Labor“ die Themen mit Menschen und realen Infrastrukturen und bildet die Basis für die gemeinschaftliche Entwicklung der nahen Zukunft - dem Morgen - zum Thema Digitalisierung in den Bereichen Klimaschutz, Energie und Bauen: Umweltschonende Energiesysteme aus erneuerbaren Ressourcen, Entwicklung intelligenter Gebäude im Bestand und Neubau, Entwicklung von intelligenten Lösungen für eine dezentrale Energieversorgung uvm.

Dezentrales Energie 4.0-Labor OWL
Flyer

Weitere Informationen zu unserem "Dezentralen Energie 4.0-Labor OWL" entnehmen Sie bitte dem  Flyer:

Dezentrales Energie 4.0-Labor OWL
Anmeldung

An dieser Stelle können Sie sich für ein „Studium“ im Dezentralen Energie 4.0-Labor OWL anmelden -  Gestalten Sie unser Morgen mit!

Projektpartner
Klimaschutz, Energie und Bauen im Industrie 4.0 Umfeld
Ansprechpartner
Klaus Meyer
Energie Impuls OWL e.V., Projektleiter "Klimaschutz, Energie und Bauen im Industrie 4.0 Umfeld"
T 0521 44818-371