Virtueller Digitaler Arbeitsplatz

Projektpartner: Universität Bielefeld, Ceyoniq Technology GmbH

Beschreibung:

Wer mit umfangreichen digitalen Dokumentbeständen arbeitet, lässt sie sich heute normalerweise auf einem Computerbildschirm als Dokumentenbaum darstellen. Einzelne Dateien lassen sich anklicken und verschieben. Der für die Arbeit verfügbare Raum ist jedoch auf ein oder zwei Bildschirme begrenzt. Mit dem virtuellen digitalen Arbeitsplatz werden die Daten hingegen greifbar gemacht und können im Raum angeordnet werden. Dazu trägt der Nutzer in der aktuellen Lösung eine VR-Brillen. In der präsentierten digitalen Umgebung können Dokumente (Text, Bild, 3D Objekte, Videos) dargestellt und mit den Händen manipuliert werden. Dabei werden etablierte Metaphern beibehalten: Ein Teil des Systems ist ein virtueller Schreibtisch, auf dem der Nutzer seine Dateien sortieren kann. Für verschiedene Dokumentklassen lassen sich spezielle Darstelllungen umsetzen. So können virtuelle Regale erstellt werden, in denen jeweils Dokumente zu einem bestimmten Thema stehen. Damit lassen sich die Einträge einer Datenbank zielgerichtet darstellen – etwa Personalkarteien, in denen Gehaltsklassen, Weiterbildungen und Wochenarbeitszeit verzeichnet sind. Durch die entsprechende Visualisierung lassen sich Fragestellungen über die Daten dann auf einen Blick direkt beantworten.

Nutzen:

Der Zugriff auf digitale Dokumente wird natürlicher, da nicht mehr nur über rein abstrakt-symbolische Ordnungsschemata mit den Dokumenten gearbeitet werden kann. Der Raum kann als Ablagesystem genutzt werden, Dokumente können räumlich zueinander angeordnet werden, um je nach Kontext bestimmte Beziehungen ausdrücken zu können. Darüber hinaus kann natürlicher mit 3D Produkt- und Komponentendarstellungen umgegangen werden.

Perspektive:

Aktuell wird das System noch nicht produktiv von Ceyoniq eingesetzt, es wird jedoch bereits zu Vertriebs- und Marketingzwecken im ShowRoom von Ceyoniq genutzt. Der Markteinführung steht noch der hohe technische Anspruch an die Arbeitsplatzrechner entgegen. Als Zwischenlösung wird an Umsetzungen gearbeitet, die mit Aufprojektionen statt Head-Mounted-Displays realisiert werden.

Ansprechpartner: Dr. Carola Haumann, Universität Bielefeld, Tel. 0521 1065154, chaumann@cor-lab.uni-bielefeld.de

Ansprechpartner
Thore Arendt
OWL GmbH, Projektleiter Industrie 4.0
T 0521 96733-288