Einführung von Systems Engineering-Tools

Projektpartner: Fraunhofer IEM

Beschreibung:

Landmaschinen werden künftig immer intelligenter: Bei Claas bestimmt inzwischen das Anbaugerät, wie schnell sich sein Traktor über das Feld bewegt. Der Ladewagen sammelt Informationen zu Menge und Beschaffenheit des Grases und berechnet die optimale Fahrtgeschwindigkeit, um das Ernteergebnis zu optimieren. Die Entwicklung eines solchen intelligenten Systems ist sehr komplex und wurde durch Methoden des Systems Engineering.

In Kooperation mit der Fraunhofer-Einrichtung für Entwurfstechnik Mechatronik IEM bauten die Claas-Entwickler ein Systemmodell auf. Dafür kam CONSENS zum Einsatz, eine Methode des Model-Based Systems Engineering, welche am Fraunhofer IEM kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die ersten Modelle, wie das Umfeldmodell, die Anwendungsszenarien, Funktionen und die Wirkstruktur entstanden im Workshop per Kartentechnik. Dann wurden alle Modelle in der 3DExperience-Plattform von Dassault Systèmes abgebildet. Die Plattform ermöglicht eine durchgängige softwaregestützte Entwicklung, da alle Modelle miteinander in Beziehung stehen und so erst das Ganze entsteht. Aus Anwendungsszenarien und dem Umfeldmodell ergeben sich neue Anforderungen, welche durch Systemelemente erfüllt werden müssen. Andersherum können Folgen von Änderungen sehr einfach nachvollzogen werden, da Anforderungen mit Funktionen und Systemelemente verknüpft sind.

Die 3DExperience-Plattform von Dassault Systèmes ist eine von vielen Softwarelösungen um Model-based Systems Engineering in den Entwicklungsprozessen zu unterstützen. Weitere Lösungen sind beispielsweise Siemens Teamcenter, Sparx Systems Enterprise Architect oder ISID iQuavis. Das Fraunhofer IEM berät Unternehmen, welches Tool für ihre Zwecke am besten geeignete ist, erarbeitet gemeinsam eine Strategie zur Implementierung und begleitet den Roll-out durch z.B. Schulungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Nutzen:

Durchgängiges Model-based Systems Engineering erhöht die Qualität des Entwicklungsergebnisses durch effektives Absichern der Anforderungen. Späte Änderungen können durch eine ganzheitliche Sicht verhindert werden und damit Kosten und Zeit gespart werden. Das technische Projektmanagement auf Basis des Systemmodells führt zur Beschleunigung des Entwicklungsprojekts.

Ansprechpartner: Christian Tschirner, Fraunhofer IEM, Tel. 05251-5465-334, christian.tschriner@iem.fraunhofer.de

 

 

Ansprechpartner
Thore Arendt
OWL GmbH, Projektleiter Industrie 4.0
T 0521 96733-288