Arbeit 4.0 - Lösungen für die Arbeitswelt der Zukunft

Die Auswirkungen einer zunehmenden Digitalisierung und intelligenten Vernetzung auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten werden auch die Region Ostwestfalen-Lippe gravierend verändern. Diese Veränderung bietet viele Chancen für eine moderne, wirtschaftlich leistungsfähige und attraktive Arbeitswelt. Zugleich sehen Beschäftigte und Personalverantwortliche diese Entwicklung aber auch mit Skepsis etwa in Bezug auf künftige Anforderungen und Personalbedarfe.

Die digitale Transformation wurde bisher überwiegend technologisch betrachtet. Der Großteil der Aktivitäten konzentrierte sich auf die Entwicklung neuer Technologien im Kontext intelligenter technischer Systeme und deren Anwendungen. Das Projekt „Arbeit 4.0 – Lösungen für die Arbeitswelt der Zukunft“ fokussiert die Chancen, die sich durch den technischen Wandel ergeben und zielt auf eine aktive Einbindung der Beschäftigten in den Entscheidungsprozess ab, um so den digitalen Wandel fair gemeinsam zu gestalten und die Akzeptanz auf individueller sowie organisationaler Ebene sicherzustellen.

Ziel

Ziel des Projektes „Arbeit 4.0 - Lösungen für die Arbeitswelt der Zukunft“ ist es, gemeinsam mit relevanten Gestaltungsakteuren praxisnahe und mittelstandsgerechte Ansätze sowie Lösungen für die sich verändernde Arbeitswelt zu entwickeln und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Region nachhaltig zu stärken. Zudem wird das notwendige Know-how für eine erfolgreiche Umsetzung von Arbeit 4.0 erarbeitet und für KMU in Ostwestfalen-Lippe aufbereitet und nutzbar gemacht.

Lösungen

Das Projekt startet mit einer Erhebung des Status Quo von Arbeit 4.0 in OWL. Darauf aufbauend werden Unterstützungsinstrumente entwickelt und Best Practice-Beispiele aufgezeigt. Ab Herbst 2016 werden in verschiedenen Workshops systematische Zukunftsszenarien entwickelt, Ausbildungskonzepte der Zukunft erarbeitet und Entscheidungskriterien über Maßnahmen zur Digitalisierung konzipiert. Durch drei regional etablierte „Lernende Netzwerke Arbeit 4.0“ und themenorientierte Kongresse werden konkrete Herausforderungen von Arbeit 4.0 bearbeitet und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das praxisnahe Themenspektrum umfasst dabei z.B.: Veränderung in der Arbeitskultur und Arbeitsorganisation, Personalentwicklung und Personalmarketing 4.0, Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, Aus- und Weiterbildung, Mobiles Arbeiten u.v.m.

Ergebnis

Durch das Projekt wird in Ostwestfalen-Lippe das Thema „Zukunft der Arbeit“ lösungsbezogen weitergedacht und branchenübergreifend in regionale Unternehmen getragen. Durch praxisnahe Veranstaltungen und interdisziplinäre Ansätze werden Erfordernisse und Chancen der neuen Arbeitswelt diskutiert und erprobt. Zugleich werden Unsicherheiten in Bezug auf anstehende Veränderungen abgebaut und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Region wird insgesamt nachhaltig gestärkt.

Arbeitgeber, Beschäftigte, Interessenvertretungen, Gewerkschaften, Politik und Wissenschaft werden in dem Projekt aktiv eingebunden. Sie arbeiten gemeinsam daran, die Gestaltungsspielräume der digitalen Arbeitswelt zu nutzen und Ansätze für gutes und sicheres Arbeiten in der Zukunft zu finden. Ebenso werden die Positionen der Kammern, der Gewerkschaften, der Landesregierung NRW und der digitalen Agenda der Bundesregierung eingebunden und in die regionale Praxis überführt.

Projektpartner

Das Projekt wird von folgenden Partnern durchgeführt: OWL MASCHINENBAU e. V. (Konsortialführer) – als großes regionales Branchennetzwerk bietet es eine ideale Plattform für Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Die Universität Paderborn und die Universität Bielefeld– als Kernakteure des NRW Fortschrittskollegs „Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten“ mit wissenschaftlicher und methodischer Expertise für die technischen und die arbeits- und organisationspsychologischen Aspekte. Das Innovationszentrum Fennel – als starker Impulsgeber und Mitgestalter der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der Region. Die ScMI AG fungiert als Kompetenzzentrum für die Entwicklung der Szenarien zur Arbeitswelt 4.0. Die OstWestfalenLippe GmbH gestaltet als Schnittstelle der Wirtschaftsförderungseinrichtungen und Kammern zielführend die Breitenwirkung des Projekts in der Gesamtregion OWL und bindet die Expertise des Spitzenclusters it’s OWL mit ein.

Projektlaufzeit

1. Januar 2016 - 31. Dezember 2018

Ansprechpartner
Almut Ranft
OWL Maschinenbau e.V., Projektleiterin Arbeit 4.0
T 0521 988775-14