Region

Das integrierte Handlungskonzept bezieht sich auf den Wirtschafts- und Kulturraum OstWestfalenLippe (OWL), der mit dem Regierungsbezirk Detmold deckungsgleich ist. Zur Region gehören die Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sowie die kreisfreie Stadt Bielefeld. OWL umfasst etwa ein Fünftel der Fläche NRWs. Mit ca. 2 Millionen Einwohnern leben hier etwa 11 % der Bevölkerung des Landes.

OstWestfalenLippe ist eine der wirtschaftsstärksten Regionen in Europa. Mit zwei Millionen Einwohnern sind wir größer als die vier Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg- Vorpommern und das Saarland. Die Wirtschaftskraft (BIP) ist mit 60 Mrd. Euro stärker als in den sechs Bundesländern Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen und in den sieben EU-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Slowenien und Zypern.

Die Region umfasst etwa ein Fünftel der Fläche des Landes Nordrhein-Westfalen und liegt im deutschen und europäischen Raum zentral und günstig. Den Puls der Region geben Verdichtungsgebiete entlang der Autobahnen A2 und A33 mit den Oberzentren Bielefeld und Paderborn vor. Daneben prägen charakteristische Landschaften mit zahlreichen Mittel- und Kleinstädten die Region. Den Wachstumsräumen stehen auch ländliche Gebiete mit enormen Ressourcen für Tourismus und Freizeit gegenüber.

OstWestfalenLippe wurde 2014 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als eine der TOP 5 innovativsten und effizientesten Regionen in Deutschland ausgezeichnet.

OWL ist geprägt durch einen ausgewogenen Branchenmix, mittelständische Strukturen und viele familiengeführte Unternehmen. Große Unternehmen genauso wie Hidden Champions – also Marktführer aus dem Mittelstand – sind hier ansässig. Insgesamt bieten rund 150.000 Unternehmen Arbeitsplätze für ca. 750.000 Beschäftigte. Die Exportquote liegt bei 36 %. Gerade in den ländlichen Räumen sind kleine und mittlere Unternehmen – Handwerker, Produktions- und Dienstleistungsbetriebe – stark vertreten. Sie halten oft ein hohes Arbeitsplatzpotenzial vor, bilden aus und sind durch teilweise sehr hohe Eigenkapitalquoten krisenresistent.

Ein starker industrieller Kern bildet die Basis für die Wirtschaft, die sich deutlich zu einem Hightech-Standort entwickelt. Hervorzuheben sind der Maschinenbau, die Elektro- und Elektronikindustrie, die Automobilzulieferindustrie, die Metallverarbeitung, die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), die Möbelindustrie, die Kunststoffindustrie, die Gesundheitswirtschaft und die lebensmittelverarbeitende Industrie. Mit rund 197.588 Beschäftigten in 1.650 Betrieben und einem Umsatz von rund 50 Mrd. Euro ist das verarbeitende Gewerbe Garant für Wachstum und Beschäftigung in der Region. Davon sind 1.483 Betriebe KMU (90 %) – mit 75.106 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 22,39 Mrd. Euro (IT.NRW 2013).

Ansprechpartner
Wolfgang Marquardt
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