Plenum | Digitale Arbeitswelt: Ist OWL gut vorbereitet?

Wie wird die Digitalisierung die Arbeitswelt verändern? Und was können Unternehmen tun, um den digitalen Wandel zu gestalten? Lösungen und Perspektiven diskutierten über 400 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und öffentlichem Leben auf dem Fachkongress „Faszination 4.0 – Arbeit“ am Montag in der Ravensberger Spinnerei Bielefeld. Dazu hatten die OstWestfalenLippe GmbH, die Bertelsmann Stiftung, der Spitzencluster it´s OWL, OWL MASCHINENBAU e.V. und die Regionalagentur OWL eingeladen.

Wolfgang Marquardt, Prokurist bei der OWL GmbH moderierte das Plenum
Landrat Manfred Müller, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OstWestfalenLippe GmbH
Fabian Langenbruch vom Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Unterabteilung Digitalisierung und Arbeitswelt stellte neue Instrumente der Bundesregierung vor
Dr. Peter Köhler, Aufsichtsratsmitglied der Weidmüller Gruppe und Vorsitzender des Fachbeirates Innovation und Wissen der OWL GmbH

Landrat Manfred Müller, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OstWestfalenLippe GmbH begrüßte die rund 400 Gäste in der Ravensberger Spinnerei zu einem reichhaltigen Tag rund um das Thema Arbeit 4.0: „Die Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung kommen mit hoher Geschwindigkeit auf uns zu. Damit uns andere nicht überholen, müssen wir in OstWestfalenLippe an der Spitze der Bewegung sein. Wir werden dadurch mehr neue Arbeitsplätze schaffen als vielleicht durch die Digitalisierung wegfallen werden.“

Fabian Langenbruch aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales lobte die Ansätze aus der Region und stellte die strategischen Weichenstellungen, Instrumente und Maßnahmen der Bundesregierung vor „In OstWestfalenLippe gibt es viele Unternehmen, die Vorreiter im digitalen Wandel sind. Aber längst nicht alle Betriebe sind auf demselben Stand. Hier wollen wir als BMAS passgenaue Beratung bieten, wie die digitale Transformation gelingen kann - von niedrigschwelligen Online-Selbsttests bis zu umfangreichen Unternehmensaudits im Rahmen der sozialpartnerschaftlich getragenen Initiative Neue Qualität der Arbeit, kurz: INQA.“ Außerdem will die Bundesregierung ein Programm auflegen, das Unternehmen finanziell unterstützt, die ihren Mitarbeitern Weiterbildungsmaßnahmen ermöglichen. „Grundsätzlich gilt, dass uns die Arbeit nicht ausgehen wird. Aber Tätigkeitsprofile werden sich verändern. Weiterbildung und Qualifizierung sind daher Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und gute Arbeit.“, so Langenbruch.

Dr. Peter Köhler, Vorsitzender des Fachbeirats Innovation und Wissen der OstWestfalenLippe GmbH und Aufsichtsrat von Weidmüller, gab einen Überblick über die bereits bestehenden Aktivitäten in der Region zur Arbeitswelt der Zukunft. Seine Empfehlung: „Unternehmen müssen ihren individuellen Weg finden, um die Arbeitswelt zu gestalten. Dabei ist es wichtig, digitale Lösungen wie beispielsweise Assistenzsysteme auf die individuellen Anforderungen des Unternehmens anzupassen und die Beschäftigten bei der Einführung von Beginn an mitzunehmen. Nur so können technologische Ansätze auch ihre Wirkungen entfalten."

In ihrem Keyvortrag appellierte Claudia Heim von digiwhat an Unternehmen und Beschäftigte, Neues auszuprobieren und sich auf die Chancen der Digitalisierung einzulassen.

Präsentation als PDF zum Download

Ansprechpartner
Astrid Kleinkönig
OWL GmbH, Projektleiterin OWL Arena 4.0
T 0521 96733-283