Ausbildungskonsens OWL erlebt digitale Lern- und Arbeitshilfen auf Schaufenster Route OWL 4.0

Digitalisierung spielt auch bei der regionalen Aus- und Weiterbildung eine Rolle. Die Mitglieder des Ausbildungskonsens‘ OWL bekamen beim Schaufensterbesuch im CITEC einen Einblick in die Möglichkeiten des Einsatzes von Virtueller Realität im Lern- und Arbeitsalltag.

Das eigene Ausprobieren in der virtuellen Lernumgebung gibt wichtige Impulse
Die Brille blendet Arbeitseinweisungen ins Sichtfeld ein
Dr. Thies Pfeiffer vom CITEC Bielefeld informiert über virtuelle Realität im Lern- und Arbeitsalltag
Marcella Ranft (OWL Arena 4.0) erklärt das Integrierte Handlungskonzept OWL 4.0

Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm in das ostwestfälische Klassenzimmer holen? Wenn es nach Dr. Thies Pfeiffer vom Bielefelder CITEC (Cognitive Interaction Technology Center of Excellence) geht, ist Virtuelle Realität im Lern- und Arbeitsalltag bald keine Zukunftsmusik mehr. Spezielle VR-Brillen machen es dem Lernenden beispielsweise möglich, in einem virtuellen „SkillsLab“ berufsbezogene Aufgaben zu üben, ohne tatsächlich im Unternehmen anwesend zu sein. Das stellt gerade für Auszubildende in der Pflege eine große Erleichterung dar, denn selten ist im Krankenhaus ein Zimmer frei, in dem man die Handlungsabfolgen vor Ort trainieren kann. Des Weiteren können die Anzeige von Arbeitsschritten oder Zusatzinformationen im Sichtfeld integriert werden – eine sehr gute digitale Lösung, die vor allem die Einarbeitung im Montagebereich erleichtert.

Der Ausbildungskonsens OWL konnte durch den Besuch des Schaufensters im CITEC und das eigene Ausprobieren verschiedener VR-Brillen wichtige Impulse für die eigene Arbeit erlangen. „Drei bis vier Mal im Jahr treffen wir uns, bilanzieren und diskutieren über den Status Quo auf dem Ausbildungsmarkt. Es tut uns gut, auch mal in die Zukunft zu schauen. Das Thema Arbeit 4.0 hängt ganz eng zusammen mit dem Qualifizierungsbedarf und der Ausbildung unserer Fachkräfte von Morgen“, fasst Swen Binner, Geschäftsführer Berufliche Bildung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, den Nutzen der Schaufenster Führung zusammen. Das Thema Digitalisierung spielt schon lange eine große Rolle im Ausbildungskonsens OWL und in der regionalen Aus- und Weiterbildung. Seit März 2018 bietet die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld mit der IHK Nord Westfalen in Münster und der Nachwuchsstiftung Maschinenbau eine neue Zusatzqualifikation für Digitalisierung in der Beruflichen Bildung an. Damit Smart Factory, Industrie 4.0 und Digitalisierung keine Worthülsen, sondern gelebter Arbeitsalltag werden, können sich Auszubildende darüber entsprechendes Fachwissen aneignen und für den digitalen Wandel wappnen.

Ansprechpartner
Jan Großewinkelmann
Projektmanager
T 0521 96733-285