Arbeitsmediziner und Unternehmer arbeiten online zusammen auf EnVita.one

EnVita.one als digitale Plattform zwischen Arbeitsmedizin, Unternehmen und Mitarbeitern in Zeiten von Arbeitsmedizin 4.0

Joachim Kestermann, Viktoria Diemke und Michael Schulte (von links)
Geschäftsführer Michael Schulte (li.) und sein Team erläutern die Idee hinter Envita.One

Die SAmAs GmbH stellt mit der Start-up Auskopplung Envita.one die Weichen auf digitale Zukunft. Die neugegründete EnVita.one GmbH ist die erste arbeitsmedizinische Cloud-Plattform. Sie vernetzt Arbeitsmediziner, Unternehmer und deren Mitarbeiter digital für die Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz von morgen. Im Interview mit Marcella Ranft vom Projekt OWL Arena 4.0 erläutern Michael Schulte, Joachim Kestermann und Viktoria Diemke die Chancen von Digitalisierung für Unternehmen und Arbeitsmediziner.

Was steckt hinter EnVita.one?
Michael Schulte (Geschäftsführer): Mit EnVita.one etabliert die SAmAs GmbH eine Plattform, die neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit für die unterschiedlichen Teilnehmer eines arbeitsmedizinischen Prozesses bietet. Nach der Anmeldung auf der Online-Plattform können dort sowohl Arbeitsmediziner als auch Unternehmer einen Vorsorgetermin organisieren und abstimmen. Alle daraus resultierenden Ergebnisse, Dokumente und Beschlüsse werden über die Plattform und die daran angebundene Apps in einer Cloud gespeichert. Die jeweiligen Akteure können somit ortsungebunden auf die Daten zugreifen, sofern sie eine Berechtigung haben. Da es sich hierbei um Gesundheitsdaten, sprich sensible Daten, handelt, haben sowohl der Datenschutz, als auch die Datensicherheit oberste Priorität. Darüber hinaus unterstützt EnVita.one die Unternehmer dahingehend, dass diese an ihre gesetzlichen Pflichten erinnert werden. Es ist zudem möglich, dass den Mitarbeitern die passenden Vorsorgetermine angeboten werden. Das ermöglicht den Unternehmen möglichen Betriebsüberprüfung gelassen entgegenzublicken. Von der Terminorganisation über die Pflege von Kundenkontakten bis hin zur Erstellung von Rechnungen wird alles über EnVita.one möglich sein und das ohne Medienbrüche. Somit bietet EnVita.one nicht nur Arbeitsmedizinern, sondern auch Unternehmern eine enorme Zeit- und Aufwandsersparnis.

Das Start-up EnVita.one wurde am 23.02.2018 als Partner der SAmAs GmbH gegründet. Was war der Beweggrund?
Joachim Kestermann (Unternehmenskommunikation):
Uns treibt dabei die Überzeugung an, dass die Digitalisierung den Markt und die dazugehörigen Softwarelösungen völlig verändern wird. Wir verfolgen die Marktentwicklung seit 25 Jahren und sind täglich mit den Wünschen der Kunden, der Unternehmen und der Betriebsärzte konfrontiert. Die daraus gewonnenen Informationen haben wir kanalisiert und mit Envita.one die Antwort für eine digitale Arbeitsmedizin entwickelt. Im Bereich der Medizin haben es Plattformen wie Jameda geschafft, Terminmanagement-Werkzeuge in die Hausarztpraxen zu bringen. Das möchten inzwischen weder die Patienten noch die Mediziner missen. Generell hätte doch vor zehn Jahren, als es das erste marktfähige IPhone gab, niemand gedacht, dass sich heute alles in der App-Welt wiederfindet. Jens Spahn, unser Bundesminister für Gesundheit, hat kürzlich einen ganz wichtigen Satz gesagt und zwar, dass die Gesundheitskarte auch als App verfügbar gemacht werden muss. Hier setzt Envita auf eine angebundene Mitarbeiter-App, die alle relevanten Daten im Arbeits- und Gesundheitsschutz abbildet.

Welches Team steckt hinter der Entwicklung von EnVita.one?
Viktoria Diemke (Recruiting):
Die EnVita verfügt, so kurz nach der Gründung, über einen kleinen Personalstab. Zum einen wird dieser unterstützt durch die Entwickler der SAmAs GmbH, die von EnVita beauftragt werden. Zum anderen auch durch externe Entwickler. Da motivierte und fleißige Mitarbeiter das A und O eines jeden Unternehmens sind, entwickeln wir zurzeit ein Beteiligungskonzept für unsere Mitarbeiter.

Das Thema Digitalisierung ruft auch immer Datenschützer auf den Plan. Wie überzeugen Sie Ihre Kritiker?
Schulte:
Die Gründung der EnVita.one GmbH fiel auf den Zeitraum der Etablierung der europaweiten Datenschutz-Grundverordnung. Somit hat sich die Plattform als Erstes mit diesem Thema auseinandergesetzt. Unserer Ansicht nach kann Datenschutz zukünftig nur über solche Plattformen gewährleistet werden. Sie machen die Datennutzung transparent und ermöglichen den Nutzern jederzeit gegen die Nutzung der eigenen Daten zu widersprechen. Dass zum Beispiel Patienten über jeden Aufruf ihrer Daten informiert werden – das kann ein einzelner Arzt analog gar nicht leisten.

Zu guter Letzt, was können wir von Envita.one in Zukunft erwarten?
Schulte:
Envita.one ist unser Fazit aus 25 Jahren Felderfahrung im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Plattformlösung als Antwort auf Digitalisierung, den damit wachsenden Anforderungen an Datenschutz und Usability, ermöglicht es uns, unseren Kunden eine zukunftsfähige Lösung zu präsentieren. Derzeit ist die Plattform in Ihrer vollen Umfänglichkeit noch nicht komplett etabliert. SAmAs Kunden ist es jedoch bereits jetzt möglich mit Envita.one zu arbeiten. In naher Zukunft soll die Plattform allerdings nicht nur den vielen, bereits von SAmAs betreuten Kunden, sondern für den gesamten Arbeitsmedizinischen Markt zur Verfügung stehen.

Ansprechpartner
Marcella Ranft
Projektmanagerin
T 0521 96733-285